Welcome to Fair Isle

ein Tag der Shetland Wool Week 2019

 

Dass die Shetland Inseln für europäische Verhältnisse recht abgelegen sind, bestreitet wohl niemand. Und doch machen sich jedes Jahr zum Herbstanfang unzählige Leute aus den entlegensten Ecken der Welt auf zur shetland wool week und nehmen dafür die abenteuerlichesten Reisewege auf sich.

 

Teilnehmerkarte im Wool Week Treffpunkt

 

Auch die Anreise ist nicht immer gemütlich: Anfang Oktober kann es schon recht stürmisch zugehen zwischen Nordsee und Antlantik. Die Flugzeuge sind klein und wacklig und ob das Wetter tatsächlich einen Flug zulässt, weiß man vorher nie so genau. Auch die Fähre, die über Nacht vom britischen Festland nach Lerwick fährt, ist da nicht wirklich eine ruhigere Alternative. Das einzige, was unterwegs tröstet ist der wool week modus, der oft schon im ersten Umsteigeflughafen in Amsterdam  beginnt: überall sitzen strickende Leute in perfekten Fair-Isle-outfits, und es braucht nichts weiter als dies, um zu erkennen, wohin die Reise geht.

 

Hub im Shetland Museum

Wool Week Hat 2019: der Roadside Beanie

 

Hat man jedoch alle Reisehindernisse überwunden, wird man definitiv belohnt: mit einer grandiosen Natur, die so rauh, urgewaltig und dominant ist, dass die Ansicht, wir Menschen würden die Welt beherrschen, sich in nullkommanichts in Luft auflöst. Mit einer Weite und Klarheit, die Demut und Dankbarkeit entstehen lässt und einen klaren Blick für das öffnet, was wirklich im Leben zählt. Mit Farben und Formen, die jeden Kreativen sofort in neuen Entwürfen und Ideen schwelgen lassen.

 

Shetland mainland - Blick vom Sumburgh Lighthouse

 

sky colours...

 

...und Rost am Hafen: Farben für das nächste Fair Isle-Projekt

 

Und natürlich mit allem, was Stricken und Wolle betrifft: Schafe, original Shetland-Garn, Spinnereien, Farmer und ihre Höfe, Muster, workshops und andere Menschen, die genauso strickverrückt sind, wie man selbst. Viele bezeichnen die Inseln als extrem, und in einem sind sie das sicher: entweder man liebt sie, oder man hasst sie.

 

Während der wool week herrscht überall Ausnahmezustand: eine Woche lang treffen sich Tausende Strickbegeisterte, um workshops zu besuchen, das Land und die Leute kennen-

zulernen, Designer in ihren Studios zu treffen und die örtlichen wollshops zu stürmen. Das Angebot ist riesig: vom klassischen Anfängerkurs im Fair-Isle-Stricken, Filzen, Spinnen, Fair-Isle-Schmuck herstellen, Weben, Färben oder Maschinenstricken bis hin zum Stricken mit Draht, ist alles dabei, was man sich wolltechnisch nur denken kann. Im gemeinsamen Treffpunkt im Shetland Museum kann man jederzeit sitzen, stricken, erzählen und Ausstellungen besuchen und wenn man abends noch genug Energie hat, gibt es „knitting nights“ und „shetland spree“.  

 

 

Fair Isle

 

Von allem jedoch eine Spur mehr gibt es auf Fair Isle (von der Anzahl der Menschen mal abgesehen). Die Insel, nach der das typische Stricken benannt ist, ist die abgelegenste der Shetland-Inseln. Dort leben ungefähr 70 Menschen und ca. 1200 Schafe. Man gelangt per Flug von Shetland-mainland mit einem noch wackligeren und noch kleineren Flugzeug in ca. 25 min dorthin. Es gilt auch hier: das Wetter bestimmt das Leben und man sagt: „Gehe nicht nach Fair Isle, wenn Du sonst noch etwas zu tun hast“. Ein kleiner Tagesausflug kann hier schnell zu einem ungeplanten längeren Aufenthalt werden.

 

 

Die Insel ist von moosigem Gras überzogen, von ein paar Häusern und vielen Schafen. Ob es einen oder mehrere Sträucher gibt, die als Baum bezeichnet werden können, ist selbst unter den locals umstritten. Aber genau das macht die Insel aus: die Weite, die Klarheit, der Überblick. Wenn man auf der kleinen Schotterpiste, die das Wort Flughafen wirklich nicht zulässt, aus dem Flieger steigt, spürt man Wind, salzige Seeluft und man hört: nichts! Die Stille, die selbst die wenigen Zivilisationsgeräusche schluckt, ist unglaublich und zutiefst beeindruckend.

 

Anflug auf Fair Isle

 

Auf Fair Isle betreibt man Landwirtschaft, fischt, strickt oder beobachtet Vögel. Durch die besondere Lage mitten im Meer gibt es hier für Vogelbeobachter viel zu sehen. Man nennt Fair Isle deshalb auch die Insel der Vögel und Pullover.

 

Blick vom South Lighthouse

 

Fair Isle downtown

 

Hafen an der Nordseite

 

Fazit: Fair Isle und die Shetlands sind speziell, aber wunderschön. Wenn Sie nicht extrem strickbegeistert sind, sollten Sie nicht unbedingt zur wool week time dorthin reisen. Sind Sie es, ist die wool week eins der besten Strickevents, das man unbedingt gesehen haben sollte. Mein Tip: planen Sie früh! Flüge und Unterkunft sind begehrt und schnell ausgebucht. Ebenso die workshops – wenn der Ticketverkauf im Frühjahr beginnt, sollte man schon rechtzeitig zur opening time am Computer sitzen! Am besten planen Sie anschließend ein paar Tage Urlaub, denn erholsam ist diese Woche nicht wirklich. Und nehmen Sie bloß genug LEERE Koffer mit: ich verspreche Ihnen – sie sind auf dem Rückweg voll!!!

 

Summertime

 

Sommer: wunderschöne frische Luft, die Sonne und ein leichter Wind, der hier an der Küste immer ein wenig weht und jede Hitze erträglicher macht. So kann man das Leben genießen mit luftigen Kleidern, bunten Tellerröcken und dazu passenden taillierten Shirts. In den 50ern wurden leichte Sommerkleider aus dünnen Baumwollstoffen auch als Waschkleider bezeichnet: Kleider, die man täglich tragen konnte, weil sie kurz durchgewaschen und im Sommerwind schnell getrocknet gleich wieder angezogen werden konnten. Das waren damals, als "Wäsche machen" noch viel komplizierter und anstrengender war, als heute, wichtige Attribute. 

 

Oder kennen Sie schon den Luftanzug der 50er Jahre? Heute wieder aktuell als sogenannter "Jumpsuit"; in den 70ern und 80ern eher als Overall benannt, war der Luftanzug damals eher dem Strandgang vorbehalten: ein durchgehender, tailliert geschnittener Anzug mit Knopfleiste, ohne Ärmel und mit kurzen Shorts aus gemusterten, frischen Baumwollstoffen. Darin machte man immer eine gute Figur, war am Strand nicht zu offen gekleidet und konnte doch Sonne und Luft genießen. Dazu wurde meistens ein passender Rock getragen, der vorne geknöpft oder gebunden schnell darübergezogen war, so daß aus dem luftigen Strandanzug ganz schnell ein stadt- und bürotaugliches outfit wurde. 

Kunstnacht 2018

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Rostocker Kunstnacht – zum 18. Mal. Die östliche Altstadt bietet wie immer ein buntes Programm, und Nachmittagskleider ist natürlich auch wieder dabei.www.oestliche-altstadt.de/kunstnacht.html 

 

In diesem Jahr ist spezielles Thema das Fair-Isle-Stricken. Haben Sie schon mal mit der Schere gestrickt, einen steek aufgeschnitten oder eine Unfarbe ausgesucht? Kommen Sie gern vorbei, wenn Sie mehr über das Farb- und Musterstricken der Shetlands erfahren möchten. Ausprobieren ist sehr erwünscht!

Nachmittagskleider für Männer

Jetzt gibt es hier auch etwas für Herren: Westen!

 

Westen sind ein tolles Bekleidungsstück für Männer. Viel zu schade, dabei nur an den klassischen Anzug zu denken,  zu dem eine Weste selbstverständlich gehört und super aussieht. Doch gerade casual und im Alltag getragen, wertet eine Weste jedes männliche outfit auf: ein etwas sportlicherer Schnitt und legere Stoffe zur Jeans, oder mehr klassisch in Farbe und Form zur dezenteren Hose.

Durch die vielen Schnittdetails kann man wunderbar mit Stoffen, Farben und Mustern spielen.  Und wer mutig genug ist, kann ruhig auch etwas „auftragen“: schottische Tartans, starke Kontraste oder auch mal verrückte Motive – mit Westen ist alles möglich.

 

Frühling und der zweite Blick

Endlich ist Frühling! Endlich wieder helle Farben, leichtere Stoffe und blumige Muster. Ich freue mich jedes Jahr darauf, meine schwarzbunten Wollkleider jetzt gegen schöne Modelle aus weißgrundiger luftiger Viskose oder einem zarten Batist zu tauschen. Diese so wunderbar weich fallenden Stoffe flattern mit jedem sommerlichen Windhauch um die Wette und sorgen für das richtige Frühlingsgefühl.

Es sind schöne neue Stoffe eingetroffen: Natürlich gibt es wieder herrliche Farben und Blumen jeder Art.

Doch ganz besonders haben es mir auch immer wieder solche Stoffe angetan, die eine Geschichte erzählen. Manchmal reicht schon eine blumige Bordüre dafür aus, die sich am unteren Rockrand platziert, um die Trägerin herumrankt.

 

 

Manchmal sind es aber auch die Motive: aus der Ferne oft nur als Farbpunkte wahrnehmbar, erkennt man beim näheren Hinsehen plötzlich interessante Details : …“oh, das sind ja Katzen da auf Ihrem Kleid!“

Solche Stoffe beflügeln nicht nur die Phantasie, sondern offenbaren ihre Geheimnisse oft erst auf den zweiten Blick. Und auch schneidertechnisch bieten sie stets eine Herausforderung: da Richtungen und Motive beachtet werden müssen, ist das Zuschneiden und die Wahl des Schnittes jedesmal reizvoll.

Herbst/Winter offen

 

 

Die neue Kollektion von Nachmittags-

kleider.

 

Lassen Sie sich inspirieren und tragen

Sie auch im Herbst und Winter schöne

Kleider, Röcke und Kostüme.

 

Seien Sie herzlich eingeladen zu einem offenen Atelierabend: schauen, stöbern

und Gleichgesinnte treffen.

 

Kleiderkekse gibt’s natürlich auch!

 

Freitag, 6. Oktober 2017  ab 18.00 h

 

 

Rostocker Kunstnacht 2017

Am Freitag, 26. Mai 2017 ist wieder Kunstnacht in der Altstadt. Ein Abend, an dem Sie durch die Straßen schlendern und an vielen verschiedenen Orten verweilen und schauen können. Das gesamte Programm finden Sie unter www.oestliche-altstadt.de/kunstnacht.html  Auch Nachmittagskleider ist dabei.

 

Das Atelier ist ab 18.00 Uhr für alle Interessierte geöffnet. Sie können entdecken, dass Kleider wirklich kleiden und ein Leben ohne das alltägliche Tragen von Jeans und Shirt durchaus möglich ist. Probieren Sie doch einfach mal ein schwingendes Kleid mit einem leichten, weichen Petticoat an - Sie werden staunen, wie die Sanduhrsilhouette Weiblichkeit und Proportionen zaubert: man möchte sich einfach drehen und das Leben schwingt! Erfahren Sie bei Kleiderkeksen und Kaffee etwas über das Sich-Kleiden, die Schnittgeheimnisse und die Nähkunst in den 50er Jahren.

 

Neues Jahr - neues Kleid!

Nun ist endlich alles geschafft: das Atelier ist bezogen und eingerichtet und wartet freudig auf neue Arbeit.

Der neue Standort befindet sich in der Östlichen Altstadt in der Kleinen Wasserstr. 3. Dort geht es jetzt weiter.

 

Was bleibt?

- Wie bisher gibt es schöne, handgemachte Mode im vintage-Stil, fertige Unikate oder Entwürfe nach Ihren Wünschen und passende Accessoires.

- Wie bisher gibt es workshops rund ums Nähen und Stricken.

 

Was ist neu?

- Das neue Atelier ist nicht mehr ganztags geöffnet, sondern wenn Sie es wünschen.

- Ich bin dort nach vorheriger Terminvereinbarung für Sie da - am liebsten am späteren Nachmittag und sehr gern auch abends oder am Wochenende!

- Es wird in loser Folge an Samstagen anlassbezogene "offene Ateliertage" geben.

 

Für Terminvereinbarungen scheuen Sie sich bitte nicht, mich jederzeit anzurufen!

 

Und keine Sorge: der Frühling kommt bestimmt! Jedenfalls sind hier schon die ersten schönen Stoffe eingetroffen, so dass es bald neue Kleider gibt.

Im Herbst und Winter

 

Wer viel Tellerröcke und 50er Jahre-Kleider trägt, braucht im Winter was passendes zum Darübertragen. Da gibts nur zwei Möglichkeiten: entweder kombiniert man kürzere taillierte Jacken oder man nimmt einen Mantel. Dieser sollte dann aber tailliert sein und einen weit schwingenden Rockteil haben, damit er auch gut über weite Röcke und Kleider fällt. Aus schön wärmenden Wollstoffen und mit passenden Accessoires wie Handschuhe, Kragen oder Hut kann man so auch in Kleid und Rock jeden Winter überstehen.

 

Auch Kostüme sind eine gute Wahl für Herbst und Winter. Im Herbst kann man es gut sowohl draußen als auch drinnen tragen. Wenn es kalt wird, ist man mit einem Mantel darüber immer gut angezogen. Ein gutsitzendes klassisches Kostüm war in den 50er Jahren ein absolutes Muss - jede Frau besaß mindestens eines. Meistens wurde es mit einem Bleistiftrock kombiniert. Aber auch mit einem weiten Rock ist eine schön taillierte Kostümjacke sehr schick. Wählt man klassische Grundlagenstoffe und -farben

ist so ein Teil etwas fürs Leben.

 

Im Dezember wird es bei Nachmittagskleider natürlich auch wieder Kleider und Röcke zum Feiern geben - schließlich gibt es dafür an Weihnachten und Silvester tolle Gelegenheiten.

 

Ihnen allen eine gesegnete Zeit!

 

Dirndl - nordisch gemäßigt

 

Sie lieben Dirndl - so wie ich?

Sie leben im hohen Norden - so wie ich?

Und wollen trotzdem ein Dirndl tragen - so wie ich?

 

Dafür habe ich das Dirndlkleid entworfen - nordisch gemäßigt und somit nicht nur in Bayern tragbar. Man verwende nicht zu sehr trachtig geprägte Stoffe, orme einen nicht zu herzigen Ausschnitt und verzichte auf die südländischen Froschgoscherln, und schon hat man ein tolles dirndeliges Kleid. Ohne die Bluse und die Schürze ist es im Sommer armfrei tragbar oder lässt sich im Herbst mit einem einfachen Shirt darunter kombinieren. Die Schürze lässt sich vom Gürtel abknöpfen, so dass man Schürze, Gürtel, Bluse und Kleid beliebig zusammenstellen kann.

Außerdem ist das wirklich wunderbare an jedem Dirndl : ein Dirndl macht eine tolle Figur! Bei jeder Frau und in jeder Größe. Deshalb würde ich mich freuen, wenn Sie dieser Entwurf dazu inspiriert, einmal ein - nordisch gemäßigtes - Dirndl auszuprobieren.

 

 

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Nachmittagskleider - Heike Burkert, Kleine Wasserstr. 3, 18055 Rostock